Die erste virtuelle LEADER-Generalversammlung

Die erste virtuelle LEADER-Generalversammlung

Eine kleine Premiere gab es für die heurige Generalversammlung der Leaderregion Südliches Waldviertel – Nibelungengau. Da ein Treffen nicht möglich war, nahmen die 33 Mitgliedsgemeinden online daran teil.

Knapp 60 Teilnehmer zählte die Generalversammlung am 9. April, die via Zoom-Meeting stattfand. Gleich zu Beginn war eine Zustimmung der Vereinsmitglieder nötig, um Videokonferenzen auch in allen Gremien rechtens durchzuführen und darin Beschlüsse zu fassen. Das passiert in der Videokonferenz mit der visuellen Reaktion „Daumen hoch“.

Erfreulich: Mittlerweile haben alle 33 Mitgliedsgemeinden in ihren Gemeinderäten beschlossen, in der neuen Förderperiode wieder mit an Bord zu sein. „Das ist wichtig. In den letzten 20 Jahren haben wir mit einem Projektvolumen von über 50 Millionen Euro wichtige Impulse in der Region umgesetzt. LEADER heißt, dass wir, also die Bürger, bestimmen können, wo und wie die Fördergelder eingesetzt werden – natürlich im Rahmen unserer Strategie“, betonte Leaderregions-Obmann Dieter Holzer.

Kurz zur aktuellen Situation: In der vergangenen Förderperiode (2014-2020) wurden 84 Projekte vom Projektauswahlgremium der Leaderregion genehmigt. Die Fördermittel wurden ausgeschöpft, aktuell wird mit einem Übergangsbudget weitergearbeitet. „Trotz Corona wurden Projekte eingereicht.

Und auch die Zusammenarbeit mit dem Land und dem Ministerium funktioniert momentan sehr gut. Auch für das Team im Leaderbüro ist das Homeoffice kein Problem“, berichtete Leaderregions-Geschäftsführer Thomas Heindl.

Für 2021 befinden sich gerade acht Projekte in Planung. Viele weitere sollen in der Förderperiode von 2021 bis 2027 kommen. „Wir haben vor, mit dem Projekt ‚Lernende Region‘ ein großes Netzwerk für die Bildungsanbieter zu schaffen und zu erweitern. Außerdem sammeln wir Ideen für Digitalisierungsprojekte, mit denen wir nicht nur Arbeitsplätze in der Region sichern, sondern auch neue anbieten wollen. Unsere Region könnte von Telearbeit sehr profitieren“, erklärte Heindl seine Ziele für die kommenden Jahre. Wichtig sei dazu ein kompetentes Qualitätsmanagement. Das heißt: Die Projektauswahlkriterien werden genauer definiert und die Fördersätze adaptiert. Damit möchte die Leaderregion in Zukunft sogenannte „Schirmprojekte“ starten. „Wir wollen die Ersten sein, die das machen. Man stellt sich einen Schirm vor, unter dem mehrere Projekte stehen. Das gibt uns mehr Kraft für gemeinsame Vorhaben“, betont der Geschäftsführer.

 

Bildtext: Die Generalversammlung der Leaderregion Südliches Waldviertel-Nibelungengau fand heuer online statt. Obmann Dieter Holzer und Geschäftsführer Thomas Heindl erklärten die Ziele der neuen Förderperiode.

Screenshot: Anna Faltner/Leaderregion